An der Grundschule Beselich sind nicht nur die Schüler fleißig.
Kurz nach den Osterferien lieferte die Post ein großes Paket mit der Aufschrift „lebende Tiere – bitte umgehend öffnen“ in die Grundschule Beselich. Die Aufregung der Klasse 2 war riesengroß als das Geheimnis des ominösen Pakets im Klasseraum gelüftet wurde.
Fünfzig Wildbienenkokons mit dazugehörigem Wildbienenhotel kam zum Erstaunen der Schüler zum Vorschein. Dabei handelt es sich um die Kokons der roten Mauerbiene, eine von fast 650 Wildbienenarten bei uns in Deutschland. Schnell und voller Eifer wurde in einer geschützten Ecke des Schulhofs ein Zuhause mit bienenfreundlichen Pflanzen, Bienentränken, einer Lehm-Sandwand und fantasievoller Beschilderung geschaffen. Seit diesem Zeitpunkt gibt es täglich vieles zu beobachten. Da unsere Wildbienen nicht stechen braucht niemand Angst vor ihnen zu haben.
Es wird emsig geschlüpft, ausgeschwärmt, bestäubt, sich fortgepflanzt und Nisthülsen bestückt. So können die Kinder in jeder Pause und im Sachunterricht beobachten, erleben und erfahren, wie ein kleines, wunderschönes Insekt in seiner doch recht kurzen Lebenszeit, für ihren Fortbestand sorgt und Pflanzen unterschiedlichster Art bestäubt. Damit trägt die Wildbiene – mehr als die Honigbiene zur Biodiversität bei und verbessert das ökologische Gleichgewicht.
Besonders die Kinder der zweiten Schuljahre sind stolz auf ihre Wildbienen und wissen, wie wichtig es ist unsere Natur zu schützen und zu bewahren. So entwickeln sich die Schüler der Grundschule Beselich zu echten Bienenexperten und Umweltschützern mit Leidenschaft und Fachwissen.
Finanziell wurde das Wildbienenprojekt vom schuleigenen Elternförderverein „Schulspatzen“, der Firma NKS aus Weilburg, des ehemaligen Weilburger Bürgermeisters Hans-Peter Schick und der Gärtnerei Blumenfabrik aus Obertiefenbach unterstützt.